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Konzeptionelle Weiterentwicklung

Das Verbundvorhaben „Konzeptionelle Weiterentwicklung des Hochschulrechnungswesens“  geht - mit seinem ganzheitlichen Konzept (von der Beschaffung, Buchhaltung, Budgetierung, Controlling, Hochschulsteuerung, bis zum Berichtswesen) - über die reine Einführung einer kaufmännischen Buchführung hinaus.  Es will für die Verbundhochschulen neben einem Einführungskonzept auch ein dauerhaftes Kompetenznetzwerk für den Bereich des Hochschulrechnungswesens etablieren.

Wesentliche Ziele/Vorteile des neuen Hochschulrechnungswesen, u.a. durch Einführung der kaufm. Buchführung und SAP, sind:

  •  Integriertes und revisionssicheres Rechnungswesens mit SAP auf Basis der kaufmännischen Buchführung.
  • Anerkannte Standards im Rechnungswesen, Anpassungen an internationale Standards.
  • Modernisierung und Optimierung bisheriger Softwarelösungen und Schnittstellen im Ressourcenmanagement.
  • Verbesserung und Anpassung von Verwaltungsprozessen an künftige Anforderungen.
  • Verbesserung Datengrundlage für internes und externes Berichtswesen und Steuerung der Hochschule.
  • Verbesserung der Haushaltsinformationen.
  • Bessere Umsetzung steuerrechtlicher Anforderungen.
  • Schaffung der Voraussetzungen für den Einsatz neuer Steuerungsinstrumente, dies sowohl von Seiten des Landes als auch innerhalb der Hochschulen.


Unterschiede der kaufmännischen Buchführung zur Kameralistik

  • Die kaufmännische Doppik verfolgt den Zweck, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes vollständiges Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Hochschule abzubilden.
  • Durch die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt eine umfassende Darstellung des Ressourcenverbrauch sowie des Vermögens.
  • Anders als in der kameralistischen Rechnungslegung, in der grundsätzlich nur Ein- und Auszahlungen des jeweiligen Haushaltsjahrs buchhalterisch erfasst werden, werden in der doppischen Rechnungslegung Aufwendungen (bewerteten Verbrauch aller Güter) und Erträge (Wertzuwachs) abgebildet.
  • Hinsichtlich der Abbildung des Jahresergebnisses unterscheidet sich die Doppik von der Kameralistik im Wesentlichen dadurch, dass sie nicht auf Zahlungszeitpunkte abstellt, sondern auf den Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verursachung.
  • Durch die Abbildung von Vermögensgegenständen - die langfristig an der Hochschule verwendet werden - in der Bilanz und die damit verbundene Verteilung der Anschaffungskosten in Form von Abschreibungen werden auch Aussagen über zukünftig notwendige Investitionen möglich.
  • Zusätzlich bekommt der Entscheidungsträger durch die Passivierung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen ein Bild über die Verpflichtungen der Hochschule, die in späteren Perioden zu Zahlungsflüssen führen können.